3DeVOK MT Gen2 Professioneller 3D-Scanner (Advanced)
Beim Ausbau von Vans und der individuellen Gestaltung von Wohnmobilen gehören die präzise Erfassung komplexer Innenraumgeometrien sowie die Fertigung passgenauer Verkleidungs- und Innenraumpaneele zu den wichtigsten Arbeitsschritten. Traditionell sind diese Prozesse jedoch zeitaufwendig und arbeitsintensiv.
Ein professioneller Fahrzeugausbaubetrieb in Portugal hat den handgeführten 3D-Scanner 3DeVOK MT eingeführt, um einen durchgängigen digitalen Workflow zu etablieren, der 3D-Scannen, CAD-Konstruktion und CNC-Bearbeitung miteinander verbindet. Durch den Ersatz manueller Messungen und physischer Schablonen durch die digitale Datenerfassung konnte der Betrieb die Messzeit von mehreren Stunden auf etwas mehr als zehn Minuten reduzieren, die Gesamteffizienz des Ausbaus um rund 70 % steigern und gleichzeitig die Passgenauigkeit der gefertigten Paneele deutlich verbessern.

Herausforderungen herkömmlicher Arbeitsabläufe beim Van-Ausbau
Der Fahrzeugausbaubetrieb ist auf den individuellen Innenausbau von Nutzfahrzeugen, Campervans und Spezialfahrzeugen spezialisiert. Die Kunden erwarten in der Regel hochpräzise Holzinnenausstattungen mit engen Fertigungstoleranzen und kurzen Lieferzeiten.
Der traditionelle Arbeitsablauf bringt jedoch mehrere Herausforderungen mit sich:
-Zeitaufwendige Vermessung: Die Mitarbeiter vermessen den Innenraum des Fahrzeugs manuell mit Maßband und Kartonschablonen und übertragen die Konturen von Hand. Pro Fahrzeug dauert dieser Prozess 2 bis 3 Stunden, wobei insbesondere gekrümmte Flächen und Ecken nur schwer präzise erfasst werden können.
-Aufwendige Anpassung durch wiederholtes Zuschneiden: Nach dem Zuschnitt werden die Paneele zur Probe im Fahrzeug montiert. Bereiche mit ungenauer Passform werden markiert, anschließend werden die Paneele erneut zugeschnitten und nochmals eingepasst. Für jedes Paneel sind häufig drei bis vier Anpassungszyklen erforderlich.
-Arbeitsintensive Endmontage: Selbst nach der Fertigung sind vor Ort häufig Nacharbeiten wie das Nachschneiden der Kanten und das Ausgleichen von Spaltmaßen erforderlich. Die Fertigstellung der Holzinnenausstattung eines einzelnen Vans nimmt daher oft einen ganzen Arbeitstag in Anspruch.
Wie der technische Leiter des Unternehmens erläutert:„Mit dem steigenden Auftragsvolumen stieß unser bisheriger Arbeitsablauf an seine Grenzen. Wir benötigten eine schnellere und präzisere digitale Lösung, die sich direkt mit unserer CNC-Fertigung verbinden lässt.“
Digitale Transformation: 3DeVOK MT ermöglicht einen Scan-to-CAD-Workflow
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, führte der Fahrzeugausbaubetrieb den handgeführten 3D-Scanner 3DeVOK MT ein und integrierte ihn in das bestehende CNC-Fertigungssystem. Dadurch entstand ein durchgängiger digitaler Scan-to-CAD-to-Manufacturing-Workflow.
Schritt 1: 3D-Scannen – Schnelle Digitalisierung der Innenraumgeometrie des Vans
Mit dem handgeführten 3D-Scanner 3DeVOK MT erfassen die Techniker die komplette Innenraumgeometrie des Fahrzeugs in etwas mehr als zehn Minuten.
Dank der Infrarot-Speckle-Scantechnologie ermöglicht der MT eine effiziente Datenerfassung und bietet dabei zwei wesentliche Vorteile:
-Großer Scanbereich: Ein einzelner Scan erfasst ein Sichtfeld von bis zu 1.100 × 1.000 mm. Der Innenraum eines Standard-Vans kann dadurch in etwas mehr als zehn Minuten vollständig digitalisiert werden.
-Keine Markierungspunkte oder Mattierungsspray erforderlich: Obwohl der Innenraum des Fahrzeugs aus Metall besteht, ermöglichen die matte Lackoberfläche sowie zahlreiche geometrische Merkmale – wie
-Versteifungsrippen und konturierte Oberflächen – der Infrarot-Speckle-Technologie des MT eine präzise Datenerfassung ganz ohne Markierungspunkte oder Mattierungsspray.

Während des Scanvorgangs wird auf dem Computer in Echtzeit ein 3D-Netzmodell der Innenwände des Fahrzeugs erstellt. Jede Versteifungsrippe, jedes Nietloch und jede gebogene Ecke werden detailgetreu erfasst.
Wie der Bediener berichtet:„Mit dem 3DeVOK MT können wir die komplette Innenraumgeometrie schnell und zuverlässig erfassen und den Van in ein präzises digitales 3D-Modell verwandeln, das als Grundlage für die anschließende CAD-Konstruktion dient.“

Schritt 2: CAD-Konstruktion – Scan-to-CAD für maßgeschneiderte Innenraumpaneele
Die beim Scannen erzeugten 3D-Netzdaten werden direkt in eine CAD-Software importiert und bilden die Grundlage für einen durchgängigen Scan-to-CAD-Workflow.
Auf Basis der tatsächlichen Innenraumgeometrie jedes Fahrzeugs entwickeln die Konstrukteure maßgeschneiderte Holzpaneele und Einbaumöbel:
-Das gescannte 3D-Modell dient als präzise digitale Referenz für sämtliche Konstruktionsarbeiten.
-Ausschnitte, Verbindungsstellen und Kabelführungen werden direkt in der 3D-CAD-Umgebung konstruiert. Sämtliche Anpassungen werden vollständig digital abgeschlossen, bevor die Fertigung beginnt.
Durch diesen Workflow entfallen Kartonschablonen sowie wiederholte physische Probeeinpassungen. Dadurch werden sowohl der Materialverbrauch als auch die Produktionszeit erheblich reduziert.

Schritt 3: CNC-Bearbeitung – Automatisierte Fertigung auf Basis digitaler Modelle
Nach Abschluss der CAD-Konstruktion werden die Bearbeitungsdaten direkt an eine CNC-Fräsmaschine exportiert.
Die Maschine fertigt sämtliche Konturen, Bohrungen und Konstruktionsmerkmale in einem einzigen Bearbeitungsschritt automatisch. Da die Konstruktion auf den realen 3D-Scandaten basiert, passen die gefertigten Bauteile bereits bei der ersten Montage präzise. Nacharbeiten vor Ort, wie das Nachschneiden von Kanten oder manuelle Anpassungen, entfallen dadurch vollständig.

Ergebnisse: Höhere Effizienz und verbesserte Präzision
Durch die Kombination des 3DeVOK MT mit der CNC-Fertigung konnte der Fahrzeugausbaubetrieb den Übergang von der manuellen Schablonenerstellung zur digitalen Fertigung erfolgreich realisieren. Die Vermessungszeit wurde um rund 90 % reduziert, während die Gesamteffizienz des Ausbaus um etwa 70 % gesteigert werden konnte.
Gleichzeitig konnten Materialverbrauch und Nacharbeit deutlich reduziert werden. Das Ergebnis sind eine höhere Fertigungsqualität, eine konstant hohe Passgenauigkeit und ein professionelles Erscheinungsbild der ausgebauten Fahrzeuginnenräume.
|
Vergleich |
Herkömmliche manuelle Methode |
Neuer Workflow mit 3DeVOK MT + CNC |
|
Vermessung des Fahrzeugs |
2–3 Stunden, manuelle Vermessung |
15–20 Minuten, 3D-Scannen |
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Konstruktionsmethode |
Kartonschablonen und wiederholte Anpassungen |
Direkte Konstruktion in CAD, von Anfang an passgenau |
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Paneelbearbeitung |
Handsäge oder CNC-Fräsmaschine mit mehreren Probeanpassungen |
CNC-Fertigung in einem Arbeitsgang, keine Probeanpassungen erforderlich |
|
Materialverbrauch |
Hoch |
Deutlich reduziert |
|
Passgenauigkeit bei der Endmontage |
Ungleichmäßige Spaltmaße |
Gleichmäßige Spaltmaße und sauberes Erscheinungsbild |
Fazit: Digitale Fertigung im Van-Ausbau vorantreiben
Dieses Praxisbeispiel zeigt eindrucksvoll, wie 3D-Scantechnologie traditionelle Arbeitsabläufe im Van-Ausbau verändert. Durch die Kombination des handgeführten 3D-Scanners 3DeVOK MT mit CAD-Konstruktion und CNC-Fertigung hat der Fahrzeugausbaubetrieb einen durchgängigen Scan-to-CAD-Workflow etabliert, der Effizienz, Präzision und Prozesssicherheit deutlich verbessert.
Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung der digitalen Fertigung entwickelt sich 3D-Scannen zunehmend zu einer Schlüsseltechnologie für den maßgeschneiderten Fahrzeugausbau und hochpräzise Fertigungsprozesse.

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