3DeVOK MT Gen2 Professioneller 3D-Scanner (Advanced)
Einen 3D-Scanner auszuwählen heißt im Kern, dem Projekt das richtige Werkzeug zu geben. Verschiedene Technologien erledigen verschiedene Aufgaben: Greift man daneben, bleiben schwarze, glänzende Teile unerfasst – oder ein Hochpräzisionssystem wird für ein Deko-Objekt verschwendet. Dieser Leitfaden ordnet die Geräte nach realen Anwendungsszenarien, damit jede Investition genau dort wirkt, wo sie soll.

1. Vor dem Kauf: vier Variablen festlegen
Objektgröße: Bei kleinen Tischobjekten (Schmuck, Zahnräder) zählt die Auflösung; bei Körpern und Möbeln der Messbereich und die Schärfentiefe; bei Hallen und Fahrzeugkarosserien ein Großraumkonzept.
Material: Matt und hell lässt sich am besten scannen. Schwarz-glänzende, transparente und verspiegelte Oberflächen brauchen eine spezielle Lichtquelle oder Mattierungsspray.
Farbe oder nicht: Porträts, Kulturgüter und E-Commerce-Präsentationen verlangen echte Farben; für reines technisches Reverse Engineering genügt die Geometrie.
Ob eine Ausgabe in CAD nötig ist: Für Präsentation oder 3D-Druck genügt ein Netzmodell; wer umkonstruieren oder prüfen will, muss die Daten ins CAD zurückführen können.
2. Handgeführte Hochpräzisionsserie: erste Wahl für Reverse Engineering, Tuning und Prüfung
Dreht sich Ihre Arbeit um reale Bauteile und brauchen Sie messbare Genauigkeit sowie rückführbare Flächen, dann ist die professionelle Hochpräzisionsserie von 3DeVOK genau dafür gebaut.
Aktueller Spitzenreiter ist der 3DeVOK MT Gen2: Vierfach-Lichtquelle, rund 0,03 mm Genauigkeit und ein Einzellinienmodus, der sich auf tiefe Bohrungen, verdeckte Bereiche und stark reflektierende Teile spezialisiert hat. Das mitgelieferte QUICKSURFACE führt die Scandaten direkt ins CAD. Nachbau von Tuning-Teilen am Fahrzeug, Reverse Engineering von Maschinen, Werkzeug- und Formenvergleich, Rekonstruktion beschädigter Industrieteile – all das übernimmt er.

Für den täglichen Einsatz empfiehlt sich der 3DeVOK MT: drei Lichtquellen, rund 0,04 mm, ausgewogen und zuverlässig – ausgelegt auf hochfrequentes professionelles Scannen Tag für Tag.

Kurz gesagt: Für harte Nüsse greifen Sie zum MT Gen2; für verlässliche Arbeit im Alltag liegt der MT besser in der Hand.
3. Farb-Infrarot-Serie: stark bei Porträt, Kulturgut und Bildung
Wenn echte Farben und ein angenehmes Handling mehr zählen als maximale Genauigkeit, ist die Farb-Infrarot-Serie die richtige Wahl.
Wer Farbe und Bedienkomfort an die erste Stelle setzt, findet im 3DeVOK MQ das passende Gerät: duale Infrarot-Lichtquelle, 24-Bit-Echtfarbe, kein Markieren nötig, unsichtbares Infrarotlicht und nur 550 g Gesamtgewicht.

Porträts in 3D (Hochzeit, Avatare, Reha-Bewertung), Figuren und Deko-Objekte für den 3D-Druck, farbige Digitalisierung von Kulturgütern, Vorführungen im Unterricht – das alles meistert er. Das unsichtbare Infrarotlicht ist augenschonend, Sie scannen spontan vor Ort: der wohl leichteste Einstieg in die Welt des 3D-Scannens.
Die Genauigkeitsklasse liegt bei 0,08 mm. Die Positionierung zielt bewusst nicht auf industrielle Prüfung, sondern darauf, Farbe und Bedienkomfort auf die Spitze zu treiben.
4. Stationäre und fotogrammetrische Systeme: Präzision für Kleinteile, Schmuck und Zahntechnik
Sind die Objekte klein, die geforderte Auflösung extrem hoch und die Umgebung kontrolliert, sind Desktop-Streifenlicht- oder Photogrammetrie-Lösungen die bessere Wahl. Schmuck, Dentaltechnik und kleine Präzisionsteile stellen typischerweise genau diese Anforderungen: hohe Genauigkeit, kleiner Messbereich, Drehteller und feste Beleuchtung. Ideal für klein und fein – ungeeignet für große Objekte und den Außeneinsatz.
5. Großraum-Tracking: Fabriken, Gebäude und große Werkstücke
Produktionshallen, Gebäudefassaden, Schiffs- und Fahrzeugkörper, die über den Messbereich eines Handscanners hinausgehen, übernehmen Laser-Tracker oder Großraumscanner – meist bedient von spezialisierten Dienstleistern. Sie ergänzen die handgeführten Profi-Geräte: Der Großraumscan legt das Gesamtbild fest, der Handscanner liefert die Details.
6. Eine Übersichtstabelle der Szenarien und drei Entscheidungsfragen
Die drei Entscheidungsfragen: Wie groß sind die Objekte, die Sie am häufigsten scannen? Ist das Material schwarz, transparent oder farbig? Dienen die Daten der Präsentation, dem Druck oder technischen Zeichnungen? Wer diese drei Fragen beantwortet hat, kennt den passenden Typ. 3DeVOK MQ, MT und MT Gen2 decken die meisten professionellen Anforderungen ab – vom Unterricht bis zum fortgeschrittenen Engineering.
Sie möchten selbst sehen, wie sie in Ihrem Szenario in der Praxis scannen? Kontaktieren Sie uns für eine persönliche Demo – oder besuchen Sie direkt die Produktseiten für die vollständigen technischen Daten.
