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Vom Gipsabdruck zum 3D-Scan: Wie digitale Arbeitsabläufe die individuelle Orthesenversorgung verändern
Datum: 2026-10-08

Individuell angefertigte Orthesen beginnen mit einer grundlegenden Herausforderung: die Form des menschlichen Körpers präzise zu erfassen.

Seit Jahrzehnten werden Gipsabdrücke und andere physische Abformverfahren eingesetzt, um die Körperform für die Herstellung individuell angefertigter Orthesen zu erfassen. Heute eröffnet das 3D-Scannen einen stärker digital ausgerichteten Ansatz: Die Körpergeometrie wird als dreidimensionale Daten erfasst und kann direkt mit digitalen Konstruktions- und Fertigungsprozessen verknüpft werden.

Bei diesem Wandel geht es nicht einfach nur um den Wechsel von Gips zu 3D-Scanning.

Es geht um den Übergang von einem einmalig erstellten physischen Modell zu wiederverwendbaren digitalen Daten.

Vom physischen Gipsabdruck zur digitalen Erfassung des Körpers

Beim herkömmlichen Abformverfahren wird ein physisches Modell erstellt, das die Anatomie des Patienten abbildet. Obwohl dieses Verfahren effektiv ist, kann es schwierig sein, solche physischen Modelle zu verändern, zu lagern oder wiederzuverwenden.

3D-Scanning bietet eine berührungslose Alternative.

Ein 3D-Scanner kann die Oberflächengeometrie des Fußes, des Knöchels oder anderer Körperbereiche erfassen und in ein digitales 3D-Modell umwandeln. Mit einem geeigneten Scan-Workflow können die erfassten Daten anschließend verarbeitet und an die nachgelagerte digitale Konstruktionssoftware übertragen werden.

So entsteht ein neuer Workflow:

Menschlicher Körper → 3D-Scanning → Digitales Körpermodell → CAD-Konstruktion → 3D-Druck / Fertigung

Für Orthesen-Fachkräfte bedeutet dies, dass die erfasste Form nicht mehr auf ein physisches Modell beschränkt ist. Das digitale Modell kann gespeichert, überprüft, bearbeitet und bei Bedarf wiederverwendet werden.

Ein 3D-Scan ist erst der Anfang

Ein wichtiger Punkt wird häufig übersehen:

Ein 3D-Scan ist noch kein fertiges Orthesenmodell.

Der Scan erfasst die äußere Körpergeometrie des Patienten. Die erfassten Daten müssen anschließend entsprechend der vorgesehenen Anwendung der Orthese verarbeitet und konstruktiv angepasst werden.

Je nach klinischen und konstruktiven Anforderungen kann das digitale Modell Folgendes erfordern:

  • Oberflächenanpassung
  • Definition von Begrenzungen
  • Anpassung der Wandstärke
  • Strukturelle Konstruktion
  • Lokale Druckentlastung
  • Anpassung von Freiräumen
  • Individuelle Maßanpassung

CAD-Software bildet dabei die Schnittstelle zwischen der erfassten Anatomie und der finalen Orthesenkonstruktion.

Von der digitalen Konstruktion zur physischen Orthese

Sobald das digitale Modell fertiggestellt ist, kann es in die Fertigung überführt werden.

Der 3D-Druck bildet ein weiteres wichtiges Bindeglied im digitalen Workflow. Je nach Anwendung und Materialanforderungen können Technologien wie das selektive Lasersintern (SLS) eingesetzt werden, um individuell angepasste Orthesenkomponenten herzustellen.

Anstatt zunächst ein physisches Modell zu erstellen und anschließend darauf basierend zu fertigen, ermöglicht der digitale Workflow den direkten Übergang von der erfassten Anatomie zu einer digitalen Fertigungsdatei.

Dies erleichtert auch iterative Anpassungen.

Sind Änderungen erforderlich, kann das digitale Modell angepasst und erneut in den Fertigungsprozess überführt werden, ohne den gesamten Prozess der physischen Abformung von Grund auf neu durchführen zu müssen.

Warum der digitale Workflow wichtig ist

Der eigentliche Mehrwert des 3D-Scannings in der Orthesenversorgung geht über den einfachen Ersatz des Gipsabdrucks hinaus.

Es verändert die Art und Weise, wie patientenspezifische anatomische Informationen erfasst, gespeichert, verarbeitet und genutzt werden.

Ein digitales Modell kann während des gesamten Workflows als wiederverwendbare Datenbasis dienen:

Erfassung → Konstruktion → Fertigung → Evaluierung → Anpassung

Dies schafft Möglichkeiten für eine effizientere Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Orthesen-Fachkräften, Designern und Herstellern.

Gleichzeitig bildet es eine digitale Grundlage für zukünftige Anwendungen, darunter individuell angepasste Medizinprodukte, digitale Patientenakten, Konstruktionsoptimierung und datenbasierte Fertigung.

Orthesenversorgung digitaler gestalten

Die Herstellung individuell angefertigter Orthesen wird immer professionelles Fachwissen und klinische Beurteilung erfordern. Technologie ersetzt diese Expertise nicht.

Vielmehr bietet 3D-Scanning einen digitalen Ausgangspunkt, der den physischen menschlichen Körper mit den anschließenden Konstruktions- und Fertigungsprozessen verbindet.

Von der Erfassung der Körperform über die CAD-basierte Konstruktion bis hin zum 3D-Druck tragen digitale Technologien dazu bei, die Herstellung individueller Orthesen von einem überwiegend physischen Workflow zu einem durchgängigen digitalen Prozess weiterzuentwickeln.

Bei der Zukunft individuell angefertigter Orthesen geht es nicht einfach darum, schneller zu scannen.

Vielmehr geht es darum, jeden Schritt des Prozesses durch digitale Daten stärker miteinander zu verbinden sowie einfacher bearbeitbar und wiederverwendbar zu machen.

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Über 3DeVOK

3DeVOK ist eine Marke von SCANTECH (HANGZHOU) CO., LTD. und spezialisiert sich auf digitale 3D-Anwendungen über den industriellen Bereich hinaus. Mit Anwendungen in Bereichen wie Reverse Engineering, Kulturerbe und medizinischen Anwendungen unterstützt 3DeVOK Anwender dabei, das Potenzial der 3D-Technologie zu nutzen, um die Effizienz zu steigern und neue Möglichkeiten zu erschließen.

SCANTECH (HANGZHOU) CO., LTD. ist ein globaler Anbieter digitaler 3D-Vision-Lösungen mit Fokus auf industrielle 3D-Prüf- und Inspektionsanwendungen. Mit präzisen, portablen und intelligenten Produkten bedient SCANTECH (HANGZHOU) CO., LTD. Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Automobilfertigung und Baumaschinen.

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